Nachwuchs
Corin Hermann
Mit fünfzehn im eigenen 318ti, den er mit seinem Vater Welf selbst aufgebaut hat. Fährt sich Rennwochenende für Rennwochenende nach vorn, mit dem klaren Ziel Richtung Profisport.
In eigenen Worten
Angefangen habe ich früh, mit fünfzehn. Aufgewachsen bin ich mit der ganzen Familie an der Strecke, Boxengasse und Rennwochenende gehörten für mich immer dazu. Irgendwann reicht Zuschauen und Anfeuern nicht mehr, dann willst du selbst ins Auto. Genau an diesem Punkt stehe ich jetzt, früher als die meisten, und das habe ich mir über Jahre an der Strecke erarbeitet.
Mein eigenes Auto
Seit dieser Saison habe ich mein eigenes Auto im Einsatz. Aufgebaut habe ich es zusammen mit meinem Vater, Schraube für Schraube, bis alles saß. Ein Fahrzeug selbst mit aufzubauen verändert den Blick darauf. Man weiß, was unter dem Blech steckt, man spürt beim Fahren, wenn etwas nicht stimmt, und man geht anders mit dem Material um, wenn man jede Stunde Arbeit darin kennt.
Am Renntag
Aktuell fahre ich in mehreren Serien und nutze jedes Rennwochenende, um zu lernen. Mit jedem Start arbeite ich mich ein Stück weiter nach vorn, hole Zehntel auf, kenne die Strecken besser und lese das Renngeschehen sauberer. Erfahrung sammelt sich Runde für Runde, und genau diese Entwicklung macht den Reiz aus.
Neben der Strecke
Zwischen den Rennwochenenden trainiere ich am Simulator. Strecken lernen, Bremspunkte einprägen, Abläufe verinnerlichen, das spart am echten Renntag wertvolle Zeit. Dazu trainiere ich regelmäßig im Fitnessstudio, denn ein Rennen über die volle Distanz ist auch körperlich Arbeit, und die Konzentration hält länger, wenn der Körper mitmacht.
Wohin es gehen soll
Meine Ziele sind klar gesteckt. 2026 möchte ich vollständig für die weitere Entwicklung nutzen. 2027 sollte ich in der Lage sein, das eine oder andere Podium in der BMW Challenge zu erreichen, um in der Folge sowohl in der Challenge als auch im 318ti Cup um die Meisterschaft kämpfen zu können. Mein größtes Ziel ist es, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Der Weg dahin ist weit, aber ich habe früh begonnen und arbeite intensiv daran, mich zu verbessern.